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Howto - Nabenmotor Service

Wie zerlege ich einen Nabenmotor und baue ihn wieder zusammen? Die Vorgehensweise ist die gleiche, ob eingespeichter oder nackter Motor.

Zerlegen

Zuerst werden die Schrauben der Deckelplatten gelöst (bei den Crystalitemotoren meist 3er Imbus). Dabei ist beim Abschrauben, aber vor allem dann beim wieder zuschrauben, darauf zu achten, immer die jeweils gegenüberliegenden Schrauben nacheinander gleichmäßig zu lösen/festzuziehen, damit der Deckel nicht mit den Schrauben verkantet, sondern gerade herauskommt. Die Schrauben und Sprengringe dann immer schön in einem Schälchen o. ä. sammeln, damit sie nicht verloren gehen.

Nun muss der Stator aus dem Rotor gedrückt werden, welcher auf Grund der starken Neodymmagneten den Stator aus Eisen festhält. Dazu ist ein spezielles Werkzeug nötig, welches ausreichend Kraft in geradem Vektor auf die Achse bringt, so dass sich der Stator nicht im Rotor verkantet. Hierfür eigent sich ein dreiarmiger Deckelabzieher. Das Werkzeug wird am besten auf der Seite ohne Kabel angesetzt, so sind diese nicht im Weg.

Die Deckelplatte welche sich noch auf dem Stator befindet kann mit der Hand von der Achse entfernt werden. Dann auch das Lager. Damit die Kabel durch das Achsloch passen muss einer der drei Stecker für die Hallsensoren von den anderen heruntergeschoben werden.

Anmerkung: es kann passieren, dass die Lager beim Lösen der Deckelplatten auf dem Stator bleiben. diese sind dann wieder einzusetzen. Hierzu wird vorerst der Deckel an der Stelle, wo das Lager reinkommt eingefettet, dass es gut reinrutschen kann (auch gut gegen Feuchte).

Der pragmatisch-schnelle Ansatz ist der Gummihammer: Lager gerade aufsetzen, am besten eine Holzplatte auflegen und kräftig, mit gerader Fläche, gezielt draufhauen. Häufig schafft man es jedoch nicht das Lager in richtiger Position ein zu schlagen und es verkeilt.

Ordentlich drückt man die Lager mit einer Presse in den Deckel.

Bei offenem Motor werden auch gleich noch kleine Details sichtbar.

Die drei Hallsensoren auf dem Eisenring fixiert.

Die Sternschaltung der Motorwicklungen.

Die Fixierung der Wicklungen im Stator.

Die Segmente (Pole) des Neodymrings, insgesamt zählt man 16 Segmente, also 8 Poolpaare.

Zusammenbauen

In umgedrehter Reihenfolge wieder zurück.

Deckelplatte, kabelseitig auf den Stator. Nun den Stator mit der offenen Seite nach oben fest positionieren. Am besten mit vier Händen weiterarbeiten. Einer hält den Stator an der Achse(nackter Motor) oder an den Felgen(eingespeicht) in Position. Der andere führt den Neodymring gerade in Richtung Stator. An einem Punkt rutscht der Neodymring dann mit einem lauten knall und unter viel Krafteinfluss auf den Stator.

Vorsicht mit den Fingern! - Schutzbrille tragen! - sehr hohe Quetschgefahr!

Und wie gesagt schön gerade in Richtung Stator führen. Verkeilungen sind schwer zu lösen. Nun die andere Deckeplatte aufsetzen und beide in Position für die Verschraubungen bringen. Falls sich die kabelseitige Platte nicht mehr drehen lässt, mit Kraft auf die Achse drücken, so dass sich der Stator leicht wieder nach außen bewegt. Als letztes wie oben beschrieben wieder zuschrauben. Fertig.

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